Aufgaben und Ziele

In der Bundesrepublik Deutschland ist der Zugang zum Dolmetscherberuf nicht geregelt. Die Berufsbezeichnungen "Konferenzdolmetscher" und "Dolmetscher" sind nicht geschützt (idem für "Übersetzer"), weshalb neben qualifizierten und professionell arbeitenden Konferenzdolmetschern auch zahlreiche unqualifizierte selbsternannte Dolmetscher auf diesem Markt agieren. Gebührenordnungen wie für andere Freie Berufe sind für Dolmetscher und Übersetzer nicht erlassen.

In den einzelnen Bundesländern (und natürlich auch im Ausland) wird mit unterschiedlichen Studiengängen und Prüfungsordnungen gearbeitet. Ebenfalls unterschiedlich sind die Vorschriften für die Be- bzw. Vereidigung von Dolmetschern. Hieraus folgen häufig unklare Vorstellungen vom Beruf des Dolmetschers, Unsicherheit bei der Auftragsvergabe, im schlimmsten Fall schwerwiegende Kommunikationsprobleme (wenn ungenügend qualifizierte Dolmetscher beauftragt werden) und mangelnde Anerkennung der Leistung.

Ziele des VKD sind deshalb:

  • Aufklärung der Öffentlichkeit über das Berufsbild des Dolmetschers und die Bedeutung des Berufsstandes für Staat und Gesellschaft
  • Hilfestellung für Auftraggeber durch Informationen, Beratung und die Möglichkeit, unter den Mitgliedern des VKD professionelle Konferenzdolmetscher zu finden
  • Verbesserung von Aus- und Weiterbildung durch mehr Praxisbezug und Vermittlung von Fachwissen (siehe auch: Qualität & Qualifikation und Professionalität)
  • Regelung des Berufszugangs

Der VKD bemüht sich um:

  • angemessene Arbeitsbedingungen und Honorare
  • ständige Weiterqualifizierung seiner Mitglieder durch geeignete Fortbildungsmaßnahmen und Stumme Kabinen
  • größere Beteiligung der Praxis an der Ausbildung
  • Einwirkung auf gesetzgebende Gremien, Behörden, Gerichte sowie Spitzenverbände der Wirtschaft

Potenzielle Auftraggeber erhalten beim VKD: