Nachwuchsprogramm-Infoblatt

Die Idee

Ziel des Programms

  • Starthilfe von erfahrenen Konferenzdolmetscher/innen an junge Kolleg/innen bei der Eingliederung ins Berufsleben
  • Unterstützung bei berufspraktischen Fragen
  • Austausch zwischen Jungen und Alten
  • ggf. Vermittlung berufsethischer Grundsätze

Teilnehmer/innen

  • erfahrene Konferenzdolmetscher/innen (KDs im VKD) als Mentor/innen
  • Berufseinsteiger/innen (KDAs im VKD) als Mentees

Zugangsvoraussetzungen

  • Mitgliedschaft im VKD (zumindest beantragt)
  • Erfüllung der u.g. Kriterien

Dauer/Laufzeit

  • 24 Monate ab der Jahreshauptversammlung (meist im Januar)

Als Mentor/in willst Du...

  • jüngeren Kolleg/innen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt helfen und sie aktiv bei sämtlichen anfallenden Fragen unterstützen
  • jüngere Kolleg/innen kennen lernen, die u.U. auch das eigene Dolmetschteam einmal bereichern können
  • von den Problemen und Realitäten jüngerer Kolleg/innen selbst etwas lernen

Als Mentee willst Du...

  • Hilfe und Tipps für den Berufseinstieg
  • ggf. Hilfe beim Kontakteschmieden an deinem Berufswohnsitz und/oder mit Kolleg/innen, die mit deinen Sprachen arbeiten
  • Informationen über Weiterbildung, Spezialisierung, usw.
  • Informationen über Berufsverbände, Stammtische, usw.
  • Tipps für Selbstmarketing, Kundengespräche, Akquise, Berufsethik
  • Informationen zu Do's and Don'ts
  • Teilnahme an einer speziellen Weiterbildung für die Teilnehmer/innen des Nachwuchsprogramms

Als MentorIn und Mentee seid ihr ein Team...

... und steht in regelmäßigem Kontakt. Es wird davon ausgegangen, dass von beiden Seiten ein reges Interesse an der Arbeit und dem Fortkommen des Anderen besteht. In diesem Prozess werden die Mentees selbst aktiv und nutzen die Chance, die das Programm und die Zusammenarbeit mit dem Mentor bietet. Der/die Mentor/in hat ein ehrliches Interesse am beruflichen Erfolg des Mentees, ist jedoch nicht sein "Manager" oder die "Jobmaschine". Umgekehrt sind die Mentees nicht die "Terminologiegehilfen" der Mentor/innen. Das Verhältnis sollte von Vertrauen und absoluter Loyalität geprägt sein.

Das Nachwuchsprogramm in aller Kürze

Die Mentor/innen...

  • sind aktive Konferenzdolmetscher/innen mit entsprechender Ausbildung und/oder 5 Jahren Berufserfahrung entweder auf dem freien Markt (oder ggf. in angestellter Position).
  • haben Erfahrung mit der Organisation von Teams und Technik und sind daher in der Lage, das komplette Spektrum der Konferenzdolmetscher-Realität abzudecken.
  • haben Möglichkeiten, die Mentees zu beraten, Empfehlungen zu geben und evtl. in die eigene Arbeit einzubinden (Hospitationen, Stumme Kabine usw.).
  • sind KDs im VKD.

Die Mentees...

  • haben ein einschlägiges Studium abgeschlossen oder können auf sonstige Weise ihre Qualifikationen nachweisen (gemäß dem Aufnahmeverfahren des VKD).
  • haben sich für die Arbeit als freiberufliche Konferenzdolmetscher/innen entschieden.
  • sind bereits mindestens 6 Monate auf dem Markt und haben sich daher schon in ihrer neuen Berufswelt orientiert.
  • sind nicht länger als 3 Jahre bereits auf dem Markt.
  • sind Mitglieder des VKD bzw. haben zumindest ihre Mitgliedschaft im VKD beantragt.
  • haben Interesse an einer schnellen Eingliederung in den Arbeitsmarkt und wollen von den Erfahrungen älterer Kolleg/innen lernen.

Die Bildung der MentorIn-Mentee-Teams...

erfolgt vorschlagsweise durch die Programmkoordination. Diese versucht zu gewährleisten, dass hinsichtlich der jeweiligen Berufswohnsitze und Arbeitssprachen möglichst optimale Tandems gebildet werden. Zu diesem Zweck gelten für die Bewerbung von Mentees und Mentor/innen gestaffelte Bewerbungsfristen (Programmstart zur JMV im Januar):

  • Ende November vor der JMV: Bewerbungsschluss für Mentees (per Bewerbungsformular)
  • Ende Dezember vor der JMV: Bewerbung der Mentor/innen (per Bewerbungsformular); ggf. konkrete Ansprache durch Programmkoordination
  • im Januar vor der JMV: Bildung der Mentoren-Mentee-Teams
  • bei der JMV: erstes Treffen und Kennenlernen, Informationen zum Programmablauf

Der Mentoring-Zyklus...

besteht aus 24 Monaten und beginnt mit der Jahreshauptversammlung. Der zeitliche Ablauf ist wie folgt:

1) Auftakttreffen im Rahmen der JMV (Kennenlernen, Informationen über das Programm, Klärung der Frage: Was will der/die Mentor/in? Was will der/die Mentee?, Halbjahres-/Jahresplanung, Vorbesprechung Zielvereinbarung zwischen MentorIn und Mentee)
2) Erstellung einer Liste der gebildeten Teams mit Kontaktadressen, anschließend Versand durch die Programmkoordination
3) Zielvereinbarungen der Teams werden erstellt
4) Zwischenbilanztreffen für das erste Jahr in Verbindung mit einer gemeinsamen Fortbildung
5) Bilanztreffen für das erste Jahr im Rahmen der folgenden JMV, Planung der Aktivitäten für das folgende Jahr
6) Zwischenbilanztreffen für das zweite Jahr in Verbindung mit einer gemeinsamen Fortbildung
7) Bilanztreffen des gesamten Mentoring-Zyklus im Rahmen der folgenden JMV
8) Dokumentation/Evaluation (Sammlung der Zielvereinbarungen, Feedbackbögen zum Programm zur Veröffentlichung innerhalb des VKD und zur weite3ren Verbesserung des Programms).

Ansonsten werden private Treffen zwischen Mentor/in und Mentee dringend empfohlen, insbesondere in der Anfangsphase des Programms zum besseren Kennenlernen und Vertrauensaufbau; die sonstigen Kommunikationsform ist den Mentor/innen und Mentees überlassen (Mail, Telefon usw.) Sollte sich herausstellen, dass ein Team aus organisatorischen oder privaten Gründen nicht "funktioniert", versucht die Programmleitung in Absprache mit dem Team und anderen interessierten Mentees und Mentor/innen, eine Ersatzlösung zu finden.

Finanzielle Unterstützung durch den VKD

Der VKD stellt dem Nachwuchsprogramm ein eigenes Budget zu Verfügung. Aus diesem Budget wird die Teilnahme an den Zwischentreffen des Programms und Fortbildungen bezuschusst.

Die Bewerbung in aller Kürze

Die Teilnehmerzahl pro Mentoring-Jahrgang ist begrenzt.
Die Teilnehmerzahl ist abhängig von der Zahl der Interessenten – sowohl Mentees als auch Mentoren – und dem jeweiligen Budget des Verbandes. Die Mentee-Mentoren-Paare werden von der Programmkoordination in Bezug auf möglichst große Übereinstimmungen hinsichtlich Berufswohnsitz und Arbeitssprachen ausgewählt. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht nicht.

Bewerbungsbögen gibt es...
sowohl für Mentor/innen als auch für Mentees. Auf diesen werden neben Rahmendaten (Sprachen, Berufswohnsitz, Abschluss, Hochschule, Berufserfahrung) besonders auch die Erwartungen und die Motivation für die Teilnahme am Programm abgefragt. Die Bögen sind bei der Programmleitung erhältlich und erscheinen normalerweise im Herbst auf dieser Website.